Zahlungsziel und Skonto auf der Rechnung richtig angeben
Zahlungsziel und Skonto auf der Rechnung: Welche Fristen üblich sind, was das Gesetz sagt und wie Sie Skonto berechnen. Mit Rechenbeispiel.
Wann soll der Kunde zahlen, und lohnt sich ein Skonto? Zahlungsziel und Skonto gehören zu den Zahlungsbedingungen auf der Rechnung. Hier erfahren Sie, was gilt und wie Sie beides sauber angeben.
Was ist ein Zahlungsziel?
Das Zahlungsziel ist die Frist, bis zu der die Rechnung bezahlt sein soll. Üblich sind 7, 14 oder 30 Tage. Ohne Vereinbarung ist die Forderung grundsätzlich sofort fällig (§ 271 BGB). Ein Verzug tritt in vielen Fällen spätestens 30 Tage nach Fälligkeit und Zugang der Rechnung ein (§ 286 BGB); gegenüber Privatpersonen nur, wenn die Rechnung darauf hingewiesen hat.
Das Enddatum können Sie mit dem Datum-plus-Tage-Rechner berechnen.
Was ist Skonto?
Skonto ist ein Preisnachlass für schnelle Zahlung, der vorher vereinbart wird. Ein Beispieltext: „Zahlbar innerhalb von 30 Tagen netto, bei Zahlung innerhalb von 10 Tagen 2 % Skonto.“
Skonto berechnen: Beispiel
- Rechnungsbetrag netto: 1.000,00 €
- Umsatzsteuer 19 %: 190,00 €
- Rechnungsbetrag brutto: 1.190,00 €
- 2 % Skonto auf 1.190,00 €: 23,80 €
- Zahlbetrag bei Skonto: 1.166,20 €
Der Skonto mindert das Entgelt, deshalb ändert sich auch die Umsatzsteuer entsprechend (§ 17 UStG). Lassen Sie sich bei der Buchung von Ihrer Steuerberatung helfen. Den Prozentbetrag können Sie mit dem Rabatt-Rechner oder dem Prozentrechner prüfen.
Tipps für die Praxis
- Nennen Sie das Fälligkeitsdatum als echtes Datum, nicht nur „14 Tage“.
- Geben Sie IBAN und Verwendungszweck an.
- Zahlt jemand nicht, hilft ein klarer Ablauf: Zahlungserinnerung und Mahnung. Das passende Dokument: Mahnung erstellen.
Rechnung mit Zahlungsziel direkt anlegen: Rechnung kostenlos erstellen.
Welches Zahlungsziel passt zu Ihnen?
Kurze Fristen verbessern Ihre Liquidität, lange Fristen kommen Kunden entgegen. Bei Privatkunden und kleinen Beträgen sind 7 bis 14 Tage üblich, bei größeren Aufträgen zwischen Unternehmen oft 14 bis 30 Tage. Bei Neukunden kann eine Vorauszahlung oder ein Abschlag sinnvoll sein; mehr dazu im Beitrag Abschlagsrechnung und Schlussrechnung.
Lohnt sich Skonto für den Kunden?
Zwei Prozent Skonto für Zahlung in 10 statt 30 Tagen entsprechen hochgerechnet einer sehr hohen Jahresverzinsung. Für Sie als Rechnungssteller kostet Skonto aber Marge. Rechnen Sie deshalb vorher aus, ob Sie den Nachlass tragen können.
Häufige Fragen
Muss ich Skonto anbieten?
Nein, Skonto ist freiwillig und muss vereinbart werden.
Darf der Kunde Skonto abziehen, wenn die Frist abgelaufen ist?
Nein. Der Abzug gilt nur, wenn die vereinbarte Frist eingehalten wird.
Ab wann darf ich mahnen?
Wenn die Frist abgelaufen ist, kann eine Zahlungserinnerung oder Mahnung folgen. Ob bereits Verzug eintritt, hängt von der Vereinbarung und den gesetzlichen Regeln ab.